Moschee

Zitouna-Moschee/ Medina Tunis

Die Ez-Zitouna-Moschee („Ölbaum-Moschee“) ist das bedeutendste und älteste Bauwerk in der historischen Altstadt der tunesischen Hauptstadt, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Medina. Das auch „Große Moschee“ genannte Gotteshaus wurde in der Mitte des 9. Jahrhunderts erbaut und ist seitdem mehrmals umgebaut und erweitert worden.

Nicht nur als Ort von Gottesdienst und Einkehr, sondern auch als Bildungsstätte hat die Zitouna-Moschee Bedeutung erlangt: Im späten Mittelalter entstand hier eine der wichtigsten Hochschulen der islamischen Welt.

Optisch wird die durch Stuck-Ornamente und Majolika-Dekor geschmückte Moschee von dem mächtigen viereckigen, im spanisch-magrebinischen Stil errichteten Minarett (44 m hoch) aus den 1840er Jahren dominiert. Die Architektur wird auch durch einen großen Innenhof, der von einer Säulenhalle mit 184 karthagischen Kapitellen eingefasst ist, sowie von dem als 15-schiffige Basilika angelegten Gebetssaal mit mehreren Kuppeln, der Bibliothek und zahlreichen Nebengebäuden geprägt. Nichtmuslimen ist in der Regel lediglich der Zutritt zu einem bestimmten Hofabschnitt erlaubt.